Winter in den Chiemgauer Alpen: Schneeschuh-Tour Hochfelln – Hörndlwand

Chiemgauer Alpen

Zuletzt aktualisiert: 1. Juni 2021

8.5 km
780 m
780 m
4,3h
Schwierig

Highlights:

  • Wanderung durch malerischen Winterwald
  • Rasten an der Haaralm
  • Haaralmschneid

Diese romantische Wintertour zwischen dem Hochfelln im Norden und der Hörndlwand im Süden ist am schönsten bei Pulverschnee, wenn der Wald wie in weiße Watte gepackt ist. Dann erlebt ihr einen stimmungsvollen Aufstieg, dessen vorläufiger Höhepunkt die im tiefen Winterschlaf versunkenen Hütten auf der Haaralm sind, ein Rastplatz erster Güte.

Almen und Steilgelände: Winterwanderung voller Gegensätze

Haaralm. Bildautoren: Evamaria Wecker, Primus Wecker

Wollt ihr dann zum Gipfel weitergehen, erlebt ihr einen abrupten Szenenwechsel: Steil ragt der Südhang der Haaralmschneid in den Himmel und erfordert den erfahrenen Schneeschuhgeher. Lawinensichere Verhältnisse und ein sicherer Schritt im Steilgelände sind notwendig, andernfalls beendet ihr die Tour besser an den Almhütten. Da der Südhang auch eine beliebte Skitour ist, solltet ihr auf die Skifahrer Rücksicht nehmen und die herrliche Abfahrt nicht zu sehr mit euren Schneeschuhen zerpflügen.

Vom Parkplatz wandert ihr wenige Meter nach Norden an einer Kapelle vorbei zum Gehöft Urschlau, geht zwischen den Gebäuden hindurch und biegt links in einen Waldweg ein. Sehr stimmungsvoll wandert ihr durch tief verschneiten Winterwald entlang eines Grabens bergauf, bis ihr auf eine breite Forststraße trefft. Ihr folgt ihr etwa 200 m nach Westen und verlasst sie dann nach rechts.

Durch den verschneiten Wald zur Haaralmschneid

Recht gemütlich geht es durch den Wald bergauf, an einem vereisten Quellbrunnen vorbei und zuletzt über einen Wiesenhang zu den Hütten der Haaralm, 1295 m, die verstreut auf einer weiten Hochfläche stehen; darüber baut sich der steile Gipfelhang auf. Nun haltet ihr auf den breiten, mit einzelnen Bäumen bestandenen Südwestrücken zu, der euch den leichtesten Weg zur Haaralmschneid eröffnet.

Nach oben wird das Gelände zunehmend steiler und zwingt euch häufig zu einer Querung des Südhangs in eine Senke östlich des Gipfels, von dort in wenigen Minuten zum kreuzgeschmückten höchsten Punkt der Haaralmschneid.

Die Fortsetzung der Gipfelschneide nach Osten führt in ein Wildschongebiet und sollte nicht betreten werden. Im Abstieg orientiert ihr euch an eurer Aufstiegsspur, bei guten Bedingungen könnt ihr den Gipfelhang auch am Rande der Abfahrtsroute entlang einzelner Bäume hinunterwandern.

Autorin: Evamaria Wecker

Diese Tour stammt aus dem Rother Schneeschuhführer Chiemgauer Alpen. Sie ist auch erhältlich in der Rother Touren App für Android und iPhone.

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