Wandern rund um die Sengbachtalsperre

Solingen-Höhrath

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2022

10.2 km
3 m
Einfach
Gut: Befestigte Wege

Nur einen Steinwurf von Solingen entfernt, eingebettet wie in ein Kissen aus Hügeln und dichtem Wald, liegt die Sengbachtalsperre. 1903 wurde der von der Wupper gespeiste Stausee eingeweiht und gehört damit zu den ältesten Talsperren Deutschlands. Heute ist sie das wichtigste Trinkwasserreservoir der Stadt Solingen und wird im Volksmund oft auch schlicht „Solinger Talsperre“ genannt. Baden, Paddeln oder andere Sportarten in und auf dem Wasser sind hier daher nicht erlaubt. Das tut dem Genuss jedoch keinen Abbruch. Zum Wandern findet ihr hier zahlreiche Routen und Möglichkeiten für Abstecher. Am schönsten ist es aber, das Gewässer in etwas größerem Bogen einmal zu umrunden.

Loswandern Richtung Sengbachtalsperre

Ein idealer Startpunkt für eine gut 10 Kilometer lange Wanderung rund ums Wasser ist der Solinger Stadtteil Höhrath. Der kleine Ort liegt einige Kilometer südlich vom Solinger Zentrum, südwestlich von Wermelskirchen. Höhrath erreicht ihr per Bus von Solingen-Burg aus, allerdings ist die Taktung recht spärlich. Möglich ist natürlich auch, von Solingen-Burg aus nach Höhrath zu wandern. Nun aber geht es los Richtung See. Der Weg dorthin verläuft von der Bushaltestelle Höhrath aus über den Thomasweg. Dieser verlässt bald den Ort, taucht bergab in den Wald ein und kreuzt dann weiter unten den Haarmannweg. Auf diesen biegt ihr dann nach rechts ab. Nun folgt ihr dem Haarmannweg für etwa einen Kilometer, bis dieser nach links biegt und kaum merklich übergeht in den Höhrather Weg. 

Richtung Staumauer der Sengbachtalsperre

Sengbachtalsperre, Wegweiser Richtung Staumauer
Der Wanderweg führt euch immer weiter Richtung Staumauer der Sengbachtalsperre.

Der Weg entfernt sich nun wieder etwas vom Ufer und nimmt Kurs auf die Staumauer. Aber Vorsicht: Bevor ihr von der Mauer aus endlich einen unverstellten Blick aufs Wasser erhaltet, geht es auf dem Höhrather Weg erst noch einmal sehr steil bergab. Schließlich rückt das Sperrbauwerk in Sichtweite. Die Höhe der Staumauer mit ihren zwei malerischen Pegelhäuschen beträgt vom Sockelpunkt aus 43 Meter. Der Fußweg auf der Mauerkrone ist insgesamt 178 Meter lang. Tipp: Ihr könnt vom Höhrather Weg aus einen kleinen Schlenker (ca. 1 Kilometer) zur Solinger Waldschule machen. Dort verläuft der Waldschadenlehrpfad Solingen. Die Waldschule liegt auf der Strohner Höhe. Um dorthin zu gelangen, auf dem Höhrather Weg nicht links abbiegen Richtung Staumauer, sondern rechts halten und Richtung Glüder gehen. 

Auf und ab in den Höhen wandern

Am anderen Ende der Staumauer angekommen, setzt sich die Route auf dem Schmitz-Lenders-Weg fort. Tipp: Nun wird es ein wenig sportlich, denn der Weg windet sich mal hinauf auf die Höhen rund um den Stausee, dann wieder hinab. Immer wieder passiert ihr dabei kleinere Bäche, die sich ihren Weg nach unten in den Stausee bahnen. Die Tatsache, dass die Route immer in einem recht großen Abstand zum Ufer verläuft, liegt unter anderem daran, dass die Uferbereiche strengstens unter Naturschutz stehen. Zum anderen muss Erosion und Hangrutschen vorgebeugt werden. Näher am Ufer gelegene Wege sind daher vielfach nicht umsetzbar. 

Das Ostufer der Sengbachtalsperre

Sengbachtalsperre Solingen, Staumauer
Die imposante Staumauer der Solinger Sengbachtalsperre

Etwa in der Mitte der Runde knickt die Route scharf nach rechts ab und führt um einen großen, schmalen, fast fjordähnlichen Arm der Sengbachtalsperre herum. Rechter Hand rückt nun allmählich die Vorsperre ins Blickfeld. Hier gibt es ebenfalls eine Staumauer. Diese ist jedoch nicht passierbar. Stattdessen setzt sich der Weg weiter fort, bis links der Von-Sachs-Weg kreuzt, auf den ihr nun einschwenkt.

Die letzte Etappe der Sengbachtalsperre

Nun habt ihr Gelegenheit, noch einmal Tempo zuzulegen, oder aber die Aussicht zu genießen – ganz wie es euch passt. Fest steht: Hier gibt es viele Mountainbiker und Downhill-Racer, die es euch gleichtun. Der Von-Sachs-Weg windet sich ebenfalls entlang weitläufiger Bachschluchten und Siefen, kommt dann jedoch im Bereich der Vorsperre recht nah ans Ufer heran. Hier wird es flacher – aber nur vorübergehend, denn ganz zum Schluss müsst ihr noch einmal zurück hinauf nach Höhrath. Es geht wieder über den schon bekannten Thomasweg, der dann direkt nach Höhrath und zur dortigen Bushaltestelle führt. Je nach Lust und Laune bietet sich auch eine Einkehr im Gasthaus „Zur Kartoffelkiste“ an, das direkt neben der Bushaltestelle liegt. Dort gibt es deftige Hausmannskost – und natürlich viele Gerichte mit Kartoffeln.

Think green

Die Uferzone rund um den Stausee ist striktes Naturschutzgebiet.
Daher unbedingt auf den Wegen bleiben.

Unterwegs entdeckt / Überraschendes am Wegesrand

Waldschadenslehrpfad an der Strohner Höhe

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