Wandern im Isarwinkel: Jachenau – Benediktenwand

Isarwinkel

Zuletzt aktualisiert: 1. Juni 2021

18.3 km
960 m
960 m
7,5h
Mittel

Highlights:

  • Abwechslungsreicher Aufstieg mit Kaskaden und Wasserspielen
  • Wandern am Wasserfall entlang
  • Herrlicher Ausblick vom Gipfel

Von den Aufstiegen auf die Benediktenwand ist jener besonders reizvoll, der seinen Ausgangspunkt im Ort Jachenau hat. Er folgt dem Graben der Großen Laine bis hinauf zu ihrer Quelle unter der Glaswandscharte, wo man nach Osten umbiegt und erst im Wald, dann durch ausgedehnte Latschenfelder den Gipfel anpeilt. Wasserspiele prägen den Zugangsweg; die kleinen und großen Kaskaden, die Gumpen und Rinnsale lassen ihn nie langweilig werden. Im Frühling/Frühsommer blühen hier u. a. Frauenschuh, Waldvögelein und Akelei; auf der Petereralm stehen die Enziane.

Beliebte Tour in den Bayerischen Alpen

Am Westgrat der Benediktenwand. Bildautor: Eugen E. Hüsler

Am Wanderparkplatz in Jachenau über die Kleine Laine, dann auf schönem Weg mit der Großen Laine taleinwärts. Bei den Brunnenmooswiesen mündet er in eine Schotterstraße. An der Ascherwiese geht’s erst in den Wald und leicht abwärts zum Bach, dann auf solider Konstruktion über das Geröllbett der Großen Laine und hinauf zur breiten Forststraße. Auf ihr spaziert man, vorbei an der Mündung der Rappinklamm, bis zur Lainlalm, 907 m. Da ist das Rauschen des Wasserfalls fast schon zu hören; ein paar Minuten später kommt er auch ins Bild.

Der Weg zickzackt rechts des feuchten Spektakels steil bergan, führt dann hoch über dem Glasbach flach zur Peterer Alm, 1086 m, deren Hütte rechts oberhalb liegt. Dahinter geht’s über den Klausbach; wenig höher bildet der Glasbach eine Folge von hübschen Treppenkaskaden. Den roten Punkten folgend steigt man auf schlechter Wegspur ziemlich direkt an zur Glaswandscharte, 1324 m, dabei erst den Endpunkt einer Forstpiste tangierend, dann eine zweite Straße bzw. den Höhenweg kreuzend, der die Staffelalm mit der Tanneralm verbindet.

Das letzte Stück führt über Latschenfelder

In der bewaldeten Senke biegt der Weg nach rechts um; in kurzen Kehren gewinnt man rasch an Höhe. An der Abzweigung zur Tutzinger Hütte, ca. 1560 m, bleibt der Wald zurück, taucht der Weg ein in die Latschenfelder. Die versperren zunächst noch den Blick zum Gipfel; erst an einem kleinen Grateinschnitt wird das große Kreuz der Benediktenwand, 1800 m, sichtbar. Eine Viertelstunde später ist man dann oben, genießt die herrliche Rundschau, riskiert einen Blick über die Nordwand auf das Dach der Tutzinger Hütte. Der Abstieg erfolgt auf dem Anstiegsweg.

Autor: Eugen E. Hüsler

Diese Tour stammt aus dem Rother Wanderführer Isarwinkel. Sie ist auch erhältlich in der Rother Touren App für Android und iPhone.

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