Münchner Wanderberge: Wanderung vom Herzogstand zum Heimgarten

Münchner Wanderberge

14.2 km
1100 m
1100 m
6,8h
Mittel

Highlights:

  • Bergpfad zu einem eindrucksvollen Wasserfall
  • Aussichtspavillon auf dem Herzogstand
  • Die malerisch gelegene Ohlstädter Alm

Herzogstand und Heimgarten (1790 m) sind eine Bastion, ein Bollwerk, das sich zwischen Karwendel und Murnauer Moos aufbaut und jedem, der sich den Alpen nähert, erst einmal Paroli bietet. Das tun sie mit dem Autofahrer, der sich über die vielen Kehren den Kesselberg hinaufmühen muss, aber auch mit dem Besteiger, es sei denn, er will sich von der Seilbahn bequem hinaufschaukeln lassen. Die beiden Gipfel, denen der Herrgott zwei Seen zu Füßen gelegt hat – den Walchensee und den Kochelsee –, sind zu einem unzertrennlichen Begriff geworden. Die lange, ein wenig pfiffige Gratverbindung zwischen Herzogstand und Heimgarten bietet sich für eine Überschreitung an, die sich großer Beliebtheit erfreut.

Von München aus in die Berge zum Herzogstand

Gipfelkreuz auf dem Heimgarten: rechts die kleine Heimgartenhütte. Bildautor: Siegfried Garnweidner

Der Grat ist zwar leichter als sein Ruf, doch wer nicht ganz trittsicher ist, sollte sich trotzdem am Drahtseilgeländer gut festhalten. Ein Besuch am Herzogstand kann übrigens recht teuer werden. Das geht schon los mit den Parkgebühren. Dazu kommen eventuell die Kosten für die Seilbahn, die ihr Bergsteiger euch aber sparen wollt, und last, not least summieren sich die stolzen Preise im Herzogstandhaus hinzu. Also sollte man nur mit gefülltem Geldbeutel aufbrechen oder auf ein paar Annehmlichkeiten verzichten. Wem das Herzogstandhaus zu mondän ist, dem sei die Heimgartenhütte empfohlen, unmittelbar neben dem Heimgartengipfel. Dort geht’s wesentlich zünftiger zu.

Ein beschildertes Weglein führt vom Parkplatz in den Wald hinein und schlängelt sich in vielen Kehren zunächst gegen Norden den Berg hinauf. Nach rund 100 Höhenmetern schwenkt es links ab, quert die Lifttrasse der Herzogstandbahn gegen Westen und stößt an eine Geländekante bei rund 1050 m Höhe. Dort geht ihr, immer noch steil, wieder gegen Norden hinauf, und allmählich nimmt die Hangneigung ab. In einer Kehre führt der Bergpfad an einem eindrucksvollen Wasserfall vorbei und nimmt im Wald wieder deutlich an Steigung zu. In weitem Rechtsbogen kommt ihr zum Herzogstandhaus hinauf, das sich für eine erste Rast anbietet.

Wandern zum Heimgarten am Grat entlang

Vom Berghaus verläuft ein gutes Weglein am Martinskopf entlang und gegen Norden in vielen Kehren durch Latschenbuschwerk am Gipfelkreuz vorbei bis zum Aussichtspavillon auf dem Herzogstand.

Der Weiterweg zum Heimgarten bringt euch über die obersten Meter des Aufstiegswegs zurück und auf der westlichen Seite des Gipfels zur langen Gratverbindung hinab. In ständigem Auf und Ab plagt ihr euch nun über den stellenweise engen Grat mit eindrucksvollen Tiefblicken, über abgegriffene Felsen und zum Schluss wieder ordentlich steil durch Latschengebüsch zum Heimgarten hinauf.

Vom Gipfel geht ihr nur ein paar Meter zur Heimgartenhütte hinab und durch den Wirtsgarten gegen Süden in die Nähe der malerisch gelegenen, kleinen Ohlstädter Alm. In der breiten Senke gabelt sich der Weg. Dort steht ein Notfall-Funktelefon, und ihr wandert geradeaus, gegen Süden, weiter. Der Pfad steigt nun wieder an und führt unter dem Rotwandkopf in einem Bogen nach Westen, wo ihr einem langen, bewaldeten Gratrücken folgt. Bei der Wegverzweigung haltet ihr euch rechts und geht auf der breiten Promenade im Wald nach Walchensee und zum Ausgangspunkt zurück.

Autor: Siegfried Garnweidner

Diese Tour stammt aus dem Rother Wanderführer Münchner Wanderberge. Sie ist auch erhältlich in der Rother Touren App für Android und iPhone.

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