Münchner Wanderberge: Wanderung auf den Fockenstein

Münchner Wanderberge

14.2 km
700 m
700 m
4,5h
Mittel

Highlights:

  • Tour mit Felsengipfel
  • Schöne Alm mit sonnigem Biergarten
  • Im Winter treten Schwefeldämpfe aus einem Loch

Der Fockenstein (1564 m) zählt zu den beliebtesten bayerischen Wandergipfeln überhaupt. Und das zu Recht. Er hat zwei schwache Seiten. Einmal kann man ihn aus dem Isarwinkel, von Lenggries durch den Hirschtalsattel (vielleicht sogar über den Geierstein) angehen. Oder man wandert vom Tegernsee herauf, wie es hier vorgestellt ist. Wenn auch beide Wege auf den Gipfel steil und bisweilen felsig sind, so ist die Tour insgesamt noch als leicht einzustufen.

Gemütlicher Aufstieg in den Voralpen

Ausblick von der Aueralm zum Fockenstein. Bildautor: Siegfried Garnweidner

Gerade so, wie man es gerne mag: Gemütlich hinauf, ein wenig Herausforderung am Gipfel und eine schöne Alm mit Biergarten für den Abstieg. Wer eine sehr feine Nase hat, der kann am Gipfel übrigens Schwefeldämpfe ausmachen, die aus einem felsigen Loch austreten – zumindest an kalten, klaren Wintertagen. Im Sommer und im Herbst dagegen, wenn die Sonne hoch am weiß-blauen Himmel steht, ein mildes Gipfellüftchen weht und es nach Salami-Brotzeit, ein paar Fläschchen Bier oder Tee und gelegentlich sogar nach etwas Klarem riecht, dann merkt man nichts vom Schwefeldampf.

Vom Sonnenbichl-Parkplatz folgt ihr einem bequemen Fahrweg am Zeiselbach entlang. Die Straße verläuft durch Mischwald gegen Westen, in einer weit ausholenden Linkskehre um die Ausläufer des Waxelmoosecks herum und an der Diensthütte Zeiselbach Winterstube vorbei gegen Südwesten hinauf. Auf 999 m Höhe wird die Straße deutlich schmaler, führt weiter oben an drei Unterständen vorbei und schwingt sich etwas auf. Rund 10 Minuten bevor ihr die Aueralm erreicht, tritt der Fahrweg aus dem Wald heraus und bringt euch geradewegs zur Aueralm am Buchetskogel.

Sieht man die schöne Aueralm mit ihrer herrlichen sonnigen Terrasse, die weiß-blauen Fahnen und die gemütlichen Plätze vor der Hüttentür, fällt es schwer, mit der Einkehr noch bis zum Abstieg zu warten.

Durch die Berge im Umland von München

Wer es schafft, sich zu überwinden, der geht am breiten Weg weiter, an einer kleinen Kapelle vorbei und – bei der Weggabelung links – bis zur Neuhüttenalm. Der weitere Anstieg führt von der Alm in den weiten Sattel zwischen Neuhütteneck und Fockenstein, in der Einsattelung rechts und steil gegen Norden über Wiesen und ganz zum Schluss etwas durch die Felsen zum Gipfel des Fockensteins hinauf.

Der Abstieg verläuft auf einer anderen Route. Das erste Stück fällt er gegen Osten auf einem markierten Pfad über den bewaldeten Gratverlauf steil ab. Dann trefft ihr auf den Aufstiegsweg, dem ihr bis zur Hüttenterrasse der Aueralm folgt.

Von der Alm kann man am Aufstiegsweg ins Tal zurückgehen oder, wenn noch viel Zeit ist, der beschilderten Skiabfahrt an der Skihütte und der Wachselmoosalm vorbei über das Waxelmooseck und den Zwergelberg folgen. Das letzte Stück dieses Abstiegs ist enorm steil. Es bringt euch auf der Skipiste und im Wald direkt zum Ausgangspunkt zurück.

Autor: Siegfried Garnweidner

Diese Tour stammt aus dem Rother Wanderführer Münchner Wanderberge. Sie ist auch erhältlich in der Rother Touren App für Android und iPhone.

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