Geheim-Tipp Hochplatte: Großes Kino am Nebenschauplatz

Hochplatte, Chiemgau

13.1 km
980 m
980 m
Mittel
Mittel: Über Stock und Stein

Highlights:

  • Blick auf die Kampenwand, das Wahrzeichen der Chiemgauer Alpen
  • Farbspektakel über den Tälern Tirols
  • Wanderung abseits ausgetretener Pfade

Was nützt es, auf dem schönsten Berg zu stehen, wenn ihr ihn dabei gar nicht seht? Die Rede ist von der Kampenwand, welche mit ihren Ecken, Kanten und markanten Felsen die Silhouette der Chiemgauer Alpen prägt und gar das Wahrzeichen der Region ist. Ausgesprochen wild geht es zu auf sämtlichen Wegen, die Richtung Gipfel führen. Ab 1500 m kommen die Bergbahnfahrer dazu – als ginge es mit der Bahncard 50 hinauf. Daneben liegt still und unauffällig die Hochplatte, sanft ab­gerundet von Latschen, die bis auf ihrem Gipfel wachsen.

Blick von der Hochplatte auf die Kampenwand

Unbekannt – uninteressant? Der Blick von der 1586 m hohen Hochplatte reicht über den Chiemsee ins Flachland. Sie ist zudem ein Logenplatz für die Abendvorstellung am Wilden Kaiser, in den Lo­ferer Steinbergen und Hohen Tauern. Farbspektakel über den Tälern Tirols inklu­sive. Und nebenan: die Kampenwand. Fast auf Augenhöhe – nur 80 m höher. Hinter ihren höchsten Zacken verschwindet gerade die Sonne, ehe sie kurze Zeit später nochmals auf­flammt.

Wandern abseits des Trubels

Der Wanderweg verläuft schwach frequentiert vom Parkplatz hinter Mühlau zunächst auf einer Forststraße und später durch den Bergwald. Dann habt ihr die Wahl zwischen einem steileren, teils ausgesetzten Steig und dem einfachen Forstweg. Das letzte Stück zum Gipfel ist auf dem felsdurchsetzten Boden oft rutschig. Denn dieser Teil des Pfades ist bewaldet und später von Latschen gesäumt, sodass sich die Nässe nach Regen lange hält.

Wenn ihr gut zu Fuß und in der Zeit seid, müsst ihr nicht auf einen Besuch der Kampenwand verzichten. Über die Piesenhau­sener Hochalm gelangt ihr in eineinhalb Stunden hinüber. Wem es nicht ums Gipfelabhaken geht, der genießt stattdessen selbst gemachten Bergkäse auf der Alm, garniert mit einem einzigartigen Sonnenuntergang. Eine unvergessliche Tour im Chiemgau!

Das sind unsere Tipps auf diesem Adventure

Think green

Bereits in den 1990er-Jahren entwickelte die Gemeinde Schleching das »Ökomodell Schlechinger Tal« u. a. für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft und den Ausbau umweltfreund­licher Energien.

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Erlebt von

Judith ist im Allgäu aufgewachsen und seit ihrer frühesten Kindheit in den Bergen und auf Alpenseen unterwegs. Ob beim Wandern, Paddeln oder auf Skitour – der… Mehr erfahren

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